Aktionsplanung – Highlights für die Gastronomie

 

Aktionspalnung

 

Gastronomie – ist sie gut gemacht – erzeugt sie gewisse Momente und sorgt für Erlebnisse, die noch lange in Erinnerung bleiben. Hierbei lohnt es sich als Gastronom, dieses Grundbedürfnis der Gäste zu nutzen und durch besondere Aktionen zu stillen.

Aktionen beleben das Geschäft

Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt: Aktionen beleben das Geschäft und verhelfen zu mehr Umsatz. Denn durch sie bringt sich die jeweilige Gastronomie ins Gespräch, was wiederum dem Image, aber auch dem Bekanntheitsgrad des jeweiligen Betriebes zuträglich ist. Außerdem ermöglichen es Aktionen, Gerichte zu servieren, die sonst nicht zur Speisekarte passen bzw. die in der Umsetzung zu teuer oder zu aufwendig sind. Nicht umsonst erkennen also immer mehr Gastronomen, dass Aktionsplanung ebenso wie eine sauber geführte Küche zum Berufsalltag gehört. Doch worauf kommt es hierbei an?

 

Der Aktionskalender – So behalten Sie den Überblick

Zu Beginn einer Saison, eines Jahres oder eines Halbjahres lohnt es sich, einmal inne zu halten und anhand eines Kalenders die Aktionen der nächsten Monate bereits im voraus zu planen. Das saubere Führen eines solchen Kalenders unterstützt den Gastronomen schließlich auch dabei, den Überblick zu bewahren und eine saubere Arbeitsaufteilung sowie Marketingfristen abzuschätzen.

Setzt man sich an die Erstellung eines solchen Aktionskalenders, dann sollte man sich zunächst die Frage stellen, welche Zeiträume man überhaupt anhand einer oder mehrerer Aktionen beleben möchte. Umsatzschwache Tage sowie bestimmte saisonale Highlights (z.B. Spargelzeit) sind hier besonders lohnenswert. Ein anderer Ansatz könnte aber auch wie folgt aussehen: Der Gastronom hat besonders starke und somit auch stressige Tage? Diese kann man entzerren, indem man an einem eher durchschnittlichen Tag, das gleiche Angebot zum reduzierten Preis oder mit einer besonderen, z.B. musikalischen Untermalung anbietet.

 

Aktionsmarketing – Lustimpulse setzen

Ähnlich wie im Privaten läuft es auch bei der Vermarktung der Aktionen: Wenn man seine Freunde bzw. in diesem Fall seine Gäste dazu animieren möchte, dann muss man sie zunächst einmal überzeugen, d.h. Lust erzeugen. Aktionsmarketing lässt sich demnach vor allem dann gut befeuern, wenn der Gastronom auf die sinnlichen Impulse seiner Gäste eingeht. Ausdrucksstarke Bilder und Storytelling im Vorfeld (z.B. über die sozialen Netzwerke) sind hierbei vielversprechend. In jedem Fall muss immer klar sein, um was es bei der Aktion eigentlich geht: Es werden Gerichte serviert, die es sonst nicht gibt? Das übliche Angebot zum reduzierten Preis? Musikalische Untermalung? Denn nur wenn der potenzielle Gast versteht, was er davon hat, lässt er sich mitreißen.

 

Bild: sergign

F!G TIPP – Kitzbühel

Kitz

Für Skiliebhaber und Snowboardfreaks definitiv ein Muss! Schließlich gehört das an mindestens 180 Tagen schneesichere Kitzbühler Skigebiet in Österreich mit seinen 179 Pistenkilometern zu den beliebtesten weltweit.

Vor Ort setzt man auf eine optimale Präparation der Pisten, professionell geführte Seilbahnen und Liftanlagen sowie zahlreiche Gastronomien und Skihütten, die zum Träumen und romantischen Verweilen einladen. Kitzbühel ist hierbei jedoch nicht nur etwas für Paare: Glaubt man einschlägigen Vergleichsportalen so wird das Skigebiet mitsamt seiner Infrastrukturen und Angebote als besonders familienfreundlich eingestuft.

Die Kochkultur rund um das Kitzbühler Skigebiet setzt auf Authentizität und Traditionsbewusstsein, ohne dabei jedoch altbacken zu wirken.

Neben herzhaften Klassikern der Tiroler Küche findet man so immer wieder auch Einflüsse internationaler Küche. Diese Kombi findet Anerkennung, zahlreiche Gasthäuser und Restaurants wurden mit einer Hauben-Auszeichnung prämiert.Wer Wintersport betreibt findet sich oftmals in Hütten und Berggasthöfen ein, um wieder Kraft zu tanken. Hier findet man traditionelle Gerichte wie Speckknödel und Kaiserschmarrn auf der Karte. Den Charme authentischer Küche in sich tragend, sollte man sie unbedingt wenigstens einmal probieren. Aber auch Feinschmecker mit besonders exquisitem Gaumen kommen auf ihre Kosten: immer mehr Berghütten stellen sich auf ihre Ansprüche ein und bieten erlesene Weine, Krustentiere und exquisite Fleischkreationen an.

Für alle Fibel!Gastro-Leser haben wir zwei ganz besondere Tipps für ihren Aufenthalt in Kitzbühel. Für uns ist es fast schon ein absolutes Muss in der Hornköpflhütte am Kitzbühler Horn einzukehren. Sepp Müllmann und seine Familie sind ganz besondere Menschen. Mit ihrer Hütte haben sie einen Ort zum Verweilen geschaffen, der für viele der Hütten-Alltime-Favourite schlechthin ist. Das Essen ist einfach nur genial, der Service super freundlich und der Ausblick einfach nur atemberaubend. Das Ambiente der Hütte ist unverwechselbar mit viel Altholz und Liebe zum Detail gestaltet, do dass man hier einfach nur bleiben möchte.

Außerdem können wir jedem den Aufenthalt im Landhotel Vordergrund bei Karin und Bernd Knolleisen ans Herz legen. Im wunderschönen Restaurant werden ganz besondere Leckereien und regionale Spezialitäten serviert. An der Bar lässt sich der Tag tiefenentspannt und mit wunderbaren Menschen umgeben ausklingen.

Wir kommen gerade ins Schwärmen und merken, dass es Zeit wird, bald wieder in Kitzbühel vorbeizuschauen.

Single Berg

 

Aktuelles Ranking

2 HAUBEN / 16 PUNKTE:

Relais & Chateaux Tennerhof, Stefan Lenz

1 HAUBE / 14 PUNKTE:

Lois Stern

Hotel zur Tenne

1 HAUBE / 13 PUNKTE:

Wirtshaus zum Rehkitz

Schwarzer Adler / Jochberg

Wirtshaus Bärenbichl / Jochberg, Jodlbühel / Jochberg

Hallerwirt / Aurach

 

Bilder:

Berg: Thilo Brunner

Skilift: Bernhard Spoettel

 

 

Portulak

Porulak v2

Der Portulak (lat. Portulaca oleracea) ist eine Gemüse- und Gewürzpflanze, die weitgehend in Vergessenheit geraten ist. Erstaunlich, denn diese Pflanze gilt als außerordentlich gesund und ihre Anwendungen in der Küche sind vielfältig. Außerdem ist der Portulak mit wenig Aufwand im heimischen Garten selbst anzubauen.

 

Geschichte und Herkunft

Die Pflanze stammt aus dem vorderasiatischen Raum, wo sie als Wildpflanze weit verbreitet ist. Bereits die alten Ägypter haben sich intensiv mit dem Portulak beschäftigt und dabei die heilende Wirkung erkannt. Von Vorderasien aus, hat sich der Portulak über den Mittelmeerraum nach Europa weiter ausgebreitet und war im Mittelalter in Zentraleuropa eine beliebte Pflanze. Danach ist sie lange Zeit in Vergessenheit geraten. Durch den Biokisten-Trend erreicht die Pflanze wieder verstärkt Aufmerksamkeit. Viele, die die Pflanze zunächst als „Unkraut“ einstufen, entdecken schnell die vielfältigen Möglichkeiten des Portulak für Küche und Hausapotheke.

Portulak-Pflanze

Das Erscheinungsbild der Portulak-Pflanze ist unspektakulär: Aus den roten Stängelchen, die den Boden zunächst verlassen, wachsen sehr schnell dicke, stiellose Blätter, die eine eiförmige Blattform besitzen und ca. 2-3 cm lang sind. Die Pflanze kann eine Höhe von bis zu 40 cm erreichen. Der Portulak wächst allerdings auch in Bodennähe und schmiegt sich dann mit seinen roten Stängeln fast wie ein Seestern an den Boden. Ab Juni zieren kleine hellgelbe Blüten die Pflanze.

Der Portulak ist recht anspruchslos und wächst auch bei uns. Da er Wärme mag, sollte die Aussaat nicht vor Mai erfolgen. Außerdem sollte auf einen sandigen, humosen Boden geachtet werden. Die Pflanze wächst dann bei ausreichender Sonnenbestrahlung und Feuchtigkeit sehr schnell und kann bereits nach vier Wochen geerntet werden. Bei der Ernte ist darauf zu achten, nur die jüngeren Blätter zu verwenden, da bei älteren Blättern der angenehm nussige Geschmack eine bittere Note enthält. Außer den Blättern, können auch die Blütenknospen geerntet werden – diese eignen sich als Kapernersatz. Die Stängel sollten nur vor der Blütezeit geerntet werden. Da die Blätter schnell nachwachsen kann innerhalb einer

Saison bis zu viermal geernet werden.

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Anwendungen in der Küche

Aufgrund des sehr angenehmen nussigen Geschmacks eignet sich der Portulak vor allem als Salat. In Kombination mit anderen Blattsalaten, Gurke und Tomate ergibt der Portulak einen wunderschön frischen Sommersalat. Er eignet sich kleingeschnitten auch sehr gut für Frischkäsezubereitungen oder als Würzpflanze für Saucen, Suppen oder Eierspeisen. Beim Kochen verliert der Portulak nicht nur sehr schnell sein Aroma, sondern auch einen großen Anteil der Vitamine. Daher sollte er, wenn immer möglich, im frischen Zustand verwendet werden. Die Konservierung der Blätter ist kaum möglich – durch Einsalzen und Einlegen in Essig kann er eine gewisse Zeit aufbewahrt werden. Vereinzelt werden die getrockneten Blätter auch für einen Teeaufguss verwendet oder die Blätter selbst werden für einen Portulak-Saft gepresst.

Portulak als Heilpflanze

Schon in frühester Zeit, wie auch im Mittelalter wurden dem Portulak heilende Kräfte zugewiesen. Aufgrund der Vielzahl von enthaltenen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen kann der Pflanze bei vielen Krankheiten und Leiden wirklich eine lindernde Wirkung zugeschrieben werden. Im Mittelalter wurde sie häufig als Heilmittel bei Skorbut verwendet. Heute gibt es vielfältige Anwendungen, z.B. bei Nieren- und Blasenleiden, Verstopfung und anderen Darmproblemen, Zahnfleischentzündungen oder Nervenleiden. Portulak weist einen extrem hohen Anteil von Vitamin C auf (über 20 mg pro 100 g), sowie zahlreiche Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium, Calcium und Eisen.

Bilder: TwilightArtPictures

Im Auftrag des Käsegenusses

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Käsesommelière

Lisa Schmuck

Die Bergader Privatkäserei GmbH ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit Hauptsitz im oberbayerischen Waging am See . Eines seiner bekanntesten Gesichter ist das von Lisa Schmuck. Die sympathische 57-jährige repräsentiert die Bergader Privatkäserei als Käsesommelière auf Messen, gibt Produkt- und Rezepttipps in lokalen Fernsehsendern und tritt in der ´Bergader Käseküche´ gemeinsam mit Starkoch Alfons Schuhbeck auf. Beim Blick hinter die Kulissen verriet Lisa Schmuck viel Wissenswertes, nicht nur zu „Bergader Edelpilz“ und „Bavaria blu“, den beiden wohl bekanntesten Käsesorten des süddeutschen Herstellers.

Die Bergader Privatkäserei wurde 1902 von Basil Weixler in Waging am See gegründet. Seit 1997 leitet seine Enkelin Beatrice Kress die heutige GmbH. Seit wann und in welcher Funktion arbeiten Sie bei der Bergader Privatkäserei.

Am 1. April 1999 trat ich in die Firma ein in der Position als Co-Trainerin für Käseseminare und Endverbraucher-Schulungen.

Ist Ihre Leidenschaft für Käse Beruf und Berufung zugleich? Wo und wann haben Sie ihre Ausbildung zur Käsesommelière absolviert? Käse ist nicht nur ein Genuss-Lebensmittel, sondern auch unglaublich vielfältig und interessant. Als 2012 die Landesvereinigung bayerische Milchwirtschaft und KErn (Kompetenzzentrum für Ernährung) den 1. Kurs zu dieser Ausbildung anboten, war ich gleich mit großem Interesse dabei. Die verschiedenen Ausbildungsblöcke waren an verschiedenen Orten. Käse Grundwissen im Allgäu, Käse-Bier in Kulmbach, Käse-Wein in Veitshöchheim, Umgang und Schneidetechniken bei uns in Waging, Affinage und Käse der Welt in München und die Prüfung dann in Freising.

„Bergader Edelpilz“, Bavaria Blu“, Bergader Bergbauern“, die Angebotspalette scheint auch bei der Bergader Privatkäserei GmbH stetig zu wachsen. Bergader ist auch der führende deutsche Blaukäsehersteller und –exporteur. Wie halten Sie sich über die Produktpalette auf dem Laufenden?

Täglicher Umgang mit unseren Produkten und Informationen innerhalb der Firma halten mich immer auf dem neuesten Stand.

Was macht eine Käsesommelière überhaupt und wie sieht ein normaler Arbeitstag bei ihnen aus?

Meine große Aufgabe und mein Anliegen ist es, den Verbrauchern Wissen über Käse und den Umgang mit Käse nahezubringen. Neben vielen Schmankerlstunden, die wir hier in Waging anbieten, veranstalten wir auch spezielle Seminare für Kochen mit Käse z. B. mit Alfons Schuhbeck, oder aber auch Käse-Wein-Seminare und Käse-Bier-Seminare.

Zusätzlich organisiere ich noch unsere Messeauftritte z. B. auf der Grünen Woche in Berlin usw., wo wir direkten Kontakt mit treuen Kunden halten und auch durch Verkostungen neue Kunden gewinnen.

Ihr Fachwissen geben Sie gerne öffentlichkeitswirksam bei Schulungen und Genuss-Seminaren u.a. in „Käsetheke & Kulinarium“ weiter. Wie weckt man die Begeisterung bei Außenstehenden, wie wichtig sind dafür Promotions und Events?

Zuallererst muss man hinter einem Produkt stehen. Und das fällt mir bei der Qualität unserer Käse sehr leicht. Immer wieder sieht man auch, dass der Verbraucher es schätzt, sich mit wirklichen Mitarbeitern der Firma über den Käse zu unterhalten. Man bleibt einfach am Puls des Verbrauchers und kann seine Erfahrungen in der Firma weiterleiten.

Der Bergader-Käse-Genuss ist eng mit der Region und Oberbayern verbunden. Könnten Sie sich vorstellen, als Käsesommelière woanders zu arbeiten und zu leben?

Ich bin durch meine Familie schon sehr heimatverbunden und würde nicht weggehen. Aber Urlaubsreisen und viel Privates wird auch mit Käse verbunden und beeinflusst auch mein Leben. Wie die ständige Weiterbildung in diesem Fachgebiet.

Essen Sie privat überhaupt noch Käse und wenn ja, welche Spezialitäten stehen bei ihnen auf dem Tisch?

Käse ist bei uns immer mit auf dem Tisch. Meine große Leidenschaft ist der Blauschimmelkäse, je kräftiger, je lieber! Und da bin ich mit Bergader Edelpilz und Bavaria Blu würzig ja gut versorgt.

Wie man sieht, Käse ist ein lebendiges und vielseitiges Produkt, das unendlich viele Genussvarianten bietet. Besonders zufrieden mit sich und ihrer Arbeit ist Lisa Schmuck daher, wenn sie den ein oder anderen Teilnehmer dazu motivieren konnte, im Käseuniversum auf eine geschmackliche Entdeckungsreise zu gehen. Wer mehr über die Bergader Spezialitäten, Promotion/Events, den Chiemgau Training Center mit seinem vielfältigen Seminarprogramm und über die Käsewelt allgemein erfahren möchte, findet dies alles auf www.bergader.de

Text:Frank Keil;  Bild: Bergader

Influencer Marketing

Influecer Marketing

Es zählt der Mensch

Wer kennt es nicht? Während man ein kulinarisch herausragendes Restaurant mit unfreundlichem Service mit einem negativen Bauchgefühl verlässt, freut man sich ganz besonders dann, wenn der Chef persönlich sich am Tisch meldet, sollte doch mal etwas in der Küche schief gegangen sein.

Logisch: Fühlen sich die Gäste gut behandelt und sprüht der Chef als Person hinter dem Restaurant nur so vor Charme – dann überträgt sich dies auch auf das Branding des jeweiligen Hauses.

Influencer Marketing und Social Media – Was im Online Marketing für eine direkte Zielgruppenansprache sowie eine, an die Person des jeweiligen Profil- und Bloginhabers geknüpfte, authentische Kommunikation steht, ist nun auch in der Gastronomie angekommen: Vorbei sind die Zeiten, in denen nur hochwertige Food-Fotos und eine stylische Ausstattung alleine den Charakter eines Restaurants bestimmen. Für den Gast zählt immer mehr die Geschichte hinter den Gerichten und rund um den Gastronomiebetrieb – und eben diese Geschichten sind oftmals an die Personen, d.h. die Inhaber und den Service gebunden. Ein positiver Austausch beeinflusst die Wahrnehmung der Mahlzeit und erzeugt eine positive Erinnerung an den Restaurantbesuch. Diese wiederum führen zu positiven Bewertungen im Web sowie ganz analog reichlich Weiterempfehlungen.

 

Urheber des Bildes: JJAVA